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Wertewissenwandel/0719

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Intro


Ausgabe Juli 2019
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Liebe Leserinnen, liebe Leser, 

sind Traditionen die Grundsteine für innovativen Fortschritt und Zukunftsgestaltung?

Ich denke: Ja – und bin der Überzeugung, dass ohne Traditionen weder Kontinuität noch Veränderung möglich sind. Traditionen vermitteln Stabilität und Verlässlichkeit über den Moment hinweg und vernetzen frühere, heutige und künftige Generationen. Insbesondere in einer zunehmend komplexeren und unvorhersehbaren Zeit können Traditionen ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität vermitteln.

Traditionen mögen in vielen Situationen nicht unbedingt immer hilfreich sein, insbesondere wenn unterschiedliche Wertvorstellungen und Generationen aufeinander treffen und durch das Festhalten an alten Prozessen und Strukturen Konflikte entstehen. Dennoch behaupte ich, dass Traditionen etwas sehr positives sein können, Zusammenhalt fördern und somit einem Team, einer Abteilung oder einer ganzen Firma damit auch eine persönliche Haltung und Note geben können. Vielleicht ist hierbei die goldene Mitte die Lösung. Eine gelungene Mischung aus „alten Hasen“ und „jungen Hunden“ sozusagen.

Der Erfahrungsschatz der älteren Generation gepaart mit der Flexibilität und Affinität für Technik der Digital Natives kann die Grundlage für eine konstruktive Unternehmenskultur sein. Wenn sich diese Basis nun noch mit Loyalität und Wertschätzung paart, ist der Grundstein für ein erfolgreiches Unternehmen gelegt.

Somit verstehe ich Traditionen also als wandelbare Überlieferungen, die nicht in Stein gemeißelt sind, sondern sich wandeln so wie Werte, Institutionen und Handlungsmuster.

Es grüßt Sie herzlich,

Ihre Anja Lothschütz
Gründerin der WerteWissenWandel-Akademie 
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,  

während meiner Recherche für die Juli-Ausgabe des #mehrWERTs zum Thema Tradition habe ich mir immer wieder folgende Frage gestellt: Was bedeutet Tradition eigentlich für mich?  

Eine Tradition ist für mich ein Ritual. Ein Ablauf, den ich immer wieder durchführe, eine Situation, die immer wiederkehrt. Das gemeinsame Frühstücken mit Freunden am Weihnachtsmorgen zum Beispiel. Oder das samstägliche Treffen mit meinen Eltern bei unserem Lieblingsitaliener. Kleine Rituale geben meinem Alltag zudem Struktur. Der erste Kaffee am Morgen, eine Tasse Tee am Abend vor dem Zubettgehen. Meine Rituale haben bei mir Tradition, meine Familie und meine Freunde kennen sie und ordnen sie mir zu. Tradition ist für mich also etwas sehr individuelles.  

Und doch habe ich während der Erstellung des neuen #mehrWERTs immer wieder festgestellt, dass Tradition noch mehr ist, noch mehr sein kann. Denn Tradition transportiert etwas. Das können Werte, Rituale und Überzeugungen sein - aber auch Handwerk oder Wissen. Kein Wunder, bedeutet das ursprünglich lateinische Wort „tradere“ doch so viel wie „hinüber-geben“.  

Hinübergeben impliziert aber zugleich auch die tiefere Bedeutung von Tradition: Es ist wichtig, Traditionen zu erhalten und sie weiterzugeben. Warum? Weil so Kultur entsteht. Schließlich greifen wir seit Jahrhunderten auf Wissen, Handwerk und Techniken zurück, die schon lange vor unserer Zeit entwickelt wurden und sich bis heute bewährt haben. Manchmal sind es die kleinen Dinge, Hausmittel oder mathematische Formeln, die wir jeden Tag nutzen und uns deren traditionellem Hintergrund oftmals gar nicht mehr bewusst sind. Schade eigentlich, immerhin sind Traditionen, wie ich finde, die Motoren für Innovationen. Denn worauf sollen wir sonst aufbauen, wenn nicht auf Traditionen? Ein guter Grund mehr, um Tradition wieder mehr Stellenwert in unserem täglichen Leben einzuräumen und ihr verstaubtes Image etwas aufzupolieren.  

Wie das funktioniert, zeigen Ihnen in unserer Juli-Ausgabe zwei realistische Zukunftsforscher, ein passionierter Schmiedemeister, eine kreative Künstlerin und ein engagierter Steuerexperte. Klingt wenig traditionell? Dann lassen Sie sich von ungewöhnlichen und zugleich innovativen Herangehensweisen an das Thema Tradition überraschen und erfahren Sie, was es bedeutet, unsere Zukunft traditionell und modern zugleich zu gestalten.

Lesen lohnt sich, 

Ihre Carolin Walther-Wilkening
Chefredakteurin
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#Traditionen

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In der Juni-Ausgabe des #mehrWERTs haben wir Ihnen die fundierten und erfahrenen Trend- und Zukunfstforscher Klaus Gourgé und Eike Wenzel vorgestellt. Sie beschäftigen sich mit Innovationen, Trends sowie Tendenzen, die unsere Gesellschaft und unsere Lebensmodelle bereits prägen oder in absehbarer Zeit prägen werden. Und während unsere beiden Interviewpartner sich im Rahmen ihrer Forschung sowie ihrer Arbeit mit engagierten Studierenden ganz der Zukunft widmen, haben wir für die Juli-Ausgabe des #mehrWERTs einen Blick in die Vergangenheit geworfen.

Wir wollen wissen:  Wie zukunftsfähig ist Tradition?  

Tradition bedeutet für jeden einzelnen etwas anderes. Und doch haben meist alle Traditionen etwas gemeinsam: Sie werden weitergegeben. Im Kleinen werden Traditionen in Familien gepflegt, im Großen überleben sie ganze Generationen. Eine Tradition, das ist also etwas stabiles, etwas, worauf wir uns verlassen können.

Aber sind Traditionen heute überhaupt noch zeitgemäß? Sind Traditionen zukunftsfähig?  

Um das herauszufinden, haben wir Menschen getroffen und in der aktuellen #mehrWERT-Ausgabe portraitiert, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, mit ihren Initiativen und Unternehmen Tradition zu erhalten und weiterzugeben. Nicht selten haben ihre Projekte und Vorhaben mit einer Vision begonnen. Mit Hilfe moderner Innovationen ist es ihnen schließlich gelungen, Traditionen zu erhalten, weiterzugeben und weiterzuentwickeln.

Ihr Stichwort: Zeitgeist.

Denn selbst Traditionen können wir uns nur dann erhalten, wenn wir sie von Zeit zu Zeit modernisieren und dem Wandel unserer Zeit anpassen. Gelingt uns also der Spagat zwischen alt und neu, sind Traditionen viel mehr als verstaubte oder überholte Relikte aus vergangenen Zeiten. Sie beinhalten Potentiale, die wir nur erkennen müssen, um Werte, Handwerk, Techniken und Formeln, die sich über Jahrhunderte bewährt haben, in einer Zeit nutzen zu können, die von einem stetigen Wandel geprägt ist.  

Früher war alles besser, sagen die einen, heute ist es genauso gut, finden wir - und freuen uns, dass Sie sich mit uns auf eine kleine Zeitreise begeben, die garantiert mitten in der Zukunft endet.
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„Das haben wir schon immer so gemacht, deshalb muss das so bleiben.“  

Eine Aussage, die für Klaus Gourgé, ausgewiesener Experte auf dem Gebiet der Trend- und Zukunftsforschung, keine Lösung ist. Getätigt werden Aussagen wie diese jedoch oftmals dann, wenn mehrere Generationen aufeinander treffen. Ob im Privat- oder im Berufsleben, generationenbedingte Diskrepanzen waren noch nie und sind auch heute keine Seltenheit, viel mehr beeinflussen sie tagtäglich das Zusammenleben sowie die Zusammenarbeit von jungen, aufstrebenden Talenten und älteren, erfahrenen Routiniers.  

Generationenkonflikte werden sehr häufig vor allem von Vorurteilen beider Generationen geprägt. Dabei geht es nicht selten um Besitz- und Moralstrukturen, die zum Einen in Frage gestellt, zum Anderen verteidigt werden. Gesellschaftliche Generationenkonflikte basieren zudem auf kulturellen, wirtschaftlichen und sozialen Gegensätzen, die meist in einem historischen und damit auch in einem traditionellen Kontext betrachtet werden.  

Wird ein Konflikt ausgetragen, gibt es zwei Möglichkeiten, um ihn aus der Welt zu schaffen: Stillstand oder Kooperation. Denn wenn Unterschiede als Potentiale angesehen und genutzt werden, können sowohl Alt als auch Jung viel mehr voneinander profitieren, statt sich gegenseitig auszubremsen.
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„Für mich ist der Beruf des Schmieds viel mehr als nur eine Tätigkeit, mit der ich meinen Lebensunterhalt verdiene – es ist viel mehr eine Lebenseinstellung.“  

Das Schmiedehandwerk ist ein bereits seit der Bronzezeit praktiziertes Handwerk. Schmiedemeister verfügen auch heute noch über ein fundiertes historisches Fachwissen und beherrschen zugleich die modernen Techniken der Metallbearbeitung. Ausgebildete Schmiede und Schmiedemeister arbeiten in Schmiedebetrieben und unterstützen Privat- sowie Geschäftskunden bei ihren Bauvorhaben, Restaurierungen sowie Reparaturen und fertigen individuelle Qualitätsarbeiten an.

Ein Beruf mit Tradition. Und mit Zukunft?  

Um die Zukunft des Schmiedehandwerks kümmert sich Thomas-Maria Schmidt nicht nur in seinem eigenen Betrieb, in welchem er sowohl seinen Söhnen als auch weiteren Lehrlingen die Kunst der Metallbearbeitung vermittelt. Um begabten Nachwuchs für sein Handwerk zu gewinnen, möchte er eine Akademie gründen, die als Schulungsstätte dienen und es jungen Menschen, aber auch interessierten Laien ermöglichen soll, die überbetriebliche Ausbildung zum Metallgestalter zu absolvieren.

Die Berufsaussichten für seine Lehrlinge? Ganz hervorragend.  

In unserem Videointerview erzählt uns Thomas-Maria Schmidt, wieso es sich lohnt, die Tradition der Schmiedekunst zu erhalten und welche Zukunftspläne er mit seiner Akademie verfolgt.
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Volker Krämer ist Maschinenbauingenieur bei einem typisch deutschen, mittelständischen Unternehmen. Und er ist stolz darauf. Denn Produktentwicklung „made in Germany“, sagt er, bedeute Perfektion in der Funktion. Und zwar schon immer. Der Erfolg deutscher Qualitätsware, fügt er hinzu, basiere schließlich zum Großteil auch auf der deutschen Geschichte.  

Traditions- und Familienunternehmen: Viel Expertise und noch mehr Tradition 

„Made in Germany“ - das ist auch heute noch ein Gütesiegel, ein Qualitätsnachweis, der auf der ganzen Welt gilt. Besonders Familien- oder sogenannte Traditionsunternehmen sind wichtige Eckpfeiler der deutschen Wirtschaft und bieten jungen, aufstrebenden Talenten ebenso hervorragende Arbeitsbedingungen wie erfahrenen und alteingesessen Routiniers. Begonnen, erzählt Volker Krämer, habe die Entwicklung und Erfindung technischer Errungenschaften bereits in der Nachkriegszeit im Anschluss an den zweiten Weltkrieg. Die deutsche Wirtschaftswunderzeit beschreibt den rasanten wirtschaftlichen Aufschwung der Bundesrepublik ab den 1950er Jahren, der unmittelbar auf die Schrecken des zweiten Weltkriegs folgte.

Über die Bezeichnung „Wirtschaftswunder“ streiten sich Volkswirte zwar noch heute - unbestritten sind jedoch die Auswirkungen und Folgen, die die deutsche Wertarbeit mit sich brachte. Volker Krämer sagt: „In der Nachkriegszeit war es elementar, Entwicklung und Produktion anzukurbeln. Nur so konnte Deutschland in vielen technischen Bereichen zum Weltmarktführer werden. Unser heutiger Erfolg beruht deshalb immer auch auf der Arbeit und dem Mut unserer Vorväter.“  

Doch was genau zeichnete die Arbeit der Nachkriegsgeneration eigentlich aus? Welche Werte ebneten deutschen Unternehmen den Weg zu ihrem Erfolg? Volker Krämer erklärt: „Viele Produkte sind aus einem neuen Kulturverständnis heraus entstanden. Die Kombination aus Funktionalität und Design liefert noch heute eine Qualität, die sich auf der ganzen Welt verkaufen lässt. Deutsche Produkte sind mit einem Gefühl von Sicherheit, Vertrauen, Qualität, Seriosität und vor allem Tradition verbunden. Das schätzen Kunden.“  

Innovationskraft und Tradition - wie passt das zusammen?  

Die Möglichkeit, innovative Produkte mit traditionellen Mitteln zu entwickeln, basiert neben Wissen und Können jedoch immer auch auf den passenden Rahmenbedingungen. Auch diese seien in deutschen Traditionsunternehmen fast überall gegeben, sagt Volker Krämer: „Um etwas frei entwickeln zu können, braucht es Rahmenbedingungen wie finanzielle, emotionale und soziale Unabhängigkeit. So entstehen die besten Erfindungen.“ Und auch Werte wie Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Gründlichkeit seien wichtige Faktoren, die von der Chefetage vorgelebt und an die Mitarbeiter weitergegeben werden müssten. Umso mehr bedauert der 53-jährige Ingenieur die Entwicklung der Wertekultur einiger bedeutender Traditionsunternehmen in den letzten Jahren. Auf Grund falscher Wertvorstellungen, die die Unternehmen verfolgten, entstünden folglich Skandale, mit Hilfe derer sich die Unternehmen von heute auf morgen ihren guten Ruf verspielten, kritisiert er und fügt hinzu, dass ihn im Gegensatz dazu besonders die „Schwabenmentalität“ stets sehr beeindrucke. Er findet: „Die Kombination aus Bastler, Tüftler und Sparer und die Fähigkeit, mit vorhandenen Mitteln die optimale Lösung zu finden, die gleichzeitig einfach und funktional ist, so entsteht Qualitätsware.“  

Und wie steht Volker Krämer zu internationalen, jungen Nachwuchskräften, die auch einem stabilen Land wie Deutschland dabei helfen, den Fachkräftemangel zu bekämpfen? „Ich finde es besonders im Zuge der anhaltenden Globalisierung wichtig, internationale Talente in Deutschland auszubilden und zu beschäftigen“, erklärt er, „schließlich geht es darum, unsere traditionellen Werte weiterzugeben, sowohl an Fachkräfte aus dem In- als auch aus dem Ausland. Nur so können wir uns unsere Traditionen erhalten und sicherstellen, dass sie modern und innovativ weiterentwickelt werden.“  

Schließlich ist es nicht nur die Globalisierung, sondern auch die Digitalisierung, die Arbeitnehmern jeden Alters und Unternehmen jeder Größe heutzutage ein hohes Maß an Flexibilität und Innovationskraft abverlangt. Umso wichtiger sei es, sagt Volker Krämer abschließend, dass sich Traditionsunternehmen offen gegenüber innovativen Maßnahmen zeigten, ohne dabei ihre traditionellen Werte zu verleugnen: „Wir brauchen mehr Fachkräfte, die den richtigen Riecher für Innovationen haben, zugleich aber sehr traditionell denken. Die Balance halten zwischen Tradition und Innovation - das ist es, was wir kommenden Generationen vermitteln müssen.“
  


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  1. Volkswagen (Wolfsburg): Familie Porsch / Piech
  2. Schwarz Gruppe (Neckarsulm): Familie Schwarz
  3. BMW Group (München): Familie Quandt
  4. Aldi Diskounter Nord+Süd (Essen): Familie Albrecht
  5. Robert Bosch GmbH (Gerlingen-Schillerhöhe): Familie Bosch
  6. Continental AG (Hannover): Familie Schaeffler
  7. Metro AG (Düsseldorf): Familie Haniel / Schmidt-Ruthnbeck / Beisheim
  8. Fresenius Gruppe (BAd Homburg): Stiftung Kröner-Fresenius
  9. Merckle Gruppe (Ulm): Familie Merckle
  10. Heraeus Holding GmbH (Hanau): Familie Heraeus
(Quelle: Stand Juni 2019: https://die-deutsche-wirtschaft.de/die-liste-der-1000-groessten-familienunternehmen-in-deutschland/)
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Der Bedarf an neuen Ideen, Innovationen und Visionen ist in einer Zeit, in der sich viele Menschen ständig neu erfinden und Tradition als altbacken und verstaubt wahrgenommen wird, von immer größerer Bedeutung.  

„Wir müssen das Rad nicht immer neu erfinden“, 

sagen hingegen Klaus Gourgé und Eike Wenzel, Trend- und Zukunftsforscher sowie Leiter des Studiengangs „Trend- und Nachhaltigkeitsmanagement“ an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt in Nürtingen-Geislingen. Weitaus nachhaltiger und innovativer sei es nämlich, bereits bestehende Potentiale zu erkennen und zu erhalten.
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Ina Bartenschlager betreibt mitten in Kaiserslautern das Atelier Wortwerkstadt Belleville. Ansässig in einem ehemaligen Ladenlokal möchte sie mit ihrer Arbeit ein Zeichen gegen die zunehmende urbane Anonymität setzen - und zugleich die Tradition des gesprochenen und geschriebenen Wortes aufrechterhalten.  

Denn Schreiben, das ist für Ina Bartenschlager mehr als nur ein reiner Informationsaustausch. Viel mehr ist Schreiben für sie eine uralte, eine traditionelle Form der Kommunikation, die viele Menschen heutzutage vor eine große Herausforderung stellt: Wie bringe ich meine Gedanken, meine Worte und meine Ansichten zu Papier?  

Gemeinsam mit Annette Coen hat Ina Bartenschlager deshalb ein ganz besonderes Projekt initiiert.
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Was bedeutet Heimat für Sie? Und wo genau ist Ihre Heimat?

In einer Welt, in der wir sowohl in unserem Privat- als auch in unserem Berufsleben stets flexibel und spontan agieren sowie reagieren müssen, gerät unsere Heimat manchmal in Vergessenheit. Dabei können Gedanken an sie so wunderbare Gefühle wie Geborgenheit, Sorglosigkeit und Lebensfreude bei uns auslösen und uns an unsere Wurzeln, an unseren Ursprung erinnern.  

Ina Bartenschlager und Annette Coen haben über hundert Briefe in die Welt geschickt. Darin enthalten sind kurze Texte, Fotos oder andere Fragmente ihrer Pfälzer Heimat. Gesendet haben sie ihre Heimatgrüße an Freunde, Künstler, Bekannte und Unbekannte, ganz gleich, ob nah oder fern. Denn für sie hat Heimat viele Seiten - und ist doch nicht immer nur ein Ort.  

Die Antwort-Briefe, (unter anderem von #mehrWERT-Initiatorin Anja Lothschütz), Rücksendungen und Überraschungen können sich Interessierte in der eigens dafür geschaffenen Schaufenster-Ausstellung in Belleville, der Wortwerkstadt von Ina Bartenschlager, anschauen - oder aber sich die Antworten in der im September geplanten Lesung vortragen lassen.  

Wieso Ina Bartenschlager ihre Arbeit jedoch vor allem als einen ergebnisoffenen Prozess und zugleich als ein großes Experiment ansieht, hat sie uns in unserem Audio-Interview verraten.  

Frau Bartenschlager, was bedeuten Wörter, Sprache und vor allem kommunikativer Austausch im urbanen Raum für Sie?

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Die Tradition von Schrift und Sprache

Das gesprochene sowie das geschriebene Wort gelten bis heute als die wichtigsten Mittel der menschlichen Kommunikation. Dabei ist die Sprache selbst eine der ältesten Traditionen, die wir uns über all die vergangenen Jahrhunderte hinweg bewahrt haben. Wie sollte es auch anders sein - wir müssen uns ja schließlich miteinander verständigen, oder? Dabei sind es jedoch nicht einfach nur Wörter, die wir aneinander reihen, es ist nicht nur der reine Informationsaustausch, der Sprache so elementar und unverzichtbar macht. Sprache bedeutet mehr: Sprache bedeutet Kultur.  

Ist Sprache eine Tradition?  

Wenn wir mit unseren Freunden, Bekannten, unserer Familie oder unseren Arbeitskollegen kommunizieren, denken wir nicht über die Tradition von Sprache nach. Es geht viel mehr darum, als Sender etwas mitzuteilen, was der Empfänger aufnimmt, weiterverarbeitet und schließlich darauf reagiert. So entstehen Konversationen, so entsteht Kommunikation. Betrachtet man die Sprache als Tradition, geht es jedoch viel mehr um den Inhalt einer Konversation, um das Füllmaterial also. Es geht darum, welche Wörter wir benutzen und wie sich unsere Sprache zum einen in einen historischen und zum anderen in einen kultur-sozialen Rahmen einordnen lässt.

Sprache weist eine jahrhundertealte Entstehungsgeschichte auf. Bevor es zu der Verschriftlichung und der Entwicklung des Alphabets kam, wurden Informationen mit Worten und Bezeichnungen überliefert. Ein interessanter Aspekt, wenn man bedenkt, dass im Rahmen der Digitalisierung das gesprochene Wort zunehmend an Bedeutung verliert und durch die rein schriftliche Kommunikation per E-Mail oder Chatverlauf ersetzt wird. Beschäftigen wir uns jedoch wieder intensiver mit dem gesprochenen Wort, so wird deutlich, in welch großem Ausmaß Sprache unser Leben prägt.  

Sprache als kollektive Tradition  

Nicht nur in Deutschland, viel mehr in jedem Land rund um den Globus prägen verschiedene Dialekte unterschiedliche Regionen des jeweiligen Landes. Lernt ein Kind nun die Landessprache, lernt es zugleich auch Einstellungen und Haltungen, eventuell sogar Redewendungen und Kommunikationsmuster, die in der Region, in der es aufwächst, normal sind. Nicht nur die Eltern, auch das soziale Umfeld des Kindes vermitteln ihm sprachlich-regionale Facetten, die es, ohne sie zu hinterfragen, annimmt. Hinter sprachlichen Gewohnheiten steckt also folglich immer auch mehr als nur die Betonung oder Aussprache von Wörtern. Viel mehr sind es Weltbilder, die das Kind von früh auf annimmt und schließlich auch übernimmt. Nicht nur unsere Charaktereigenschaften und unsere Persönlichkeiten sind somit etwas sehr individuelles - auch unser Wortschatz, den wir benötigen, um Sprache anzuwenden, ist durch unsere Herkunft und durch die Traditionen, die unsere Heimat ausmachen, in einem traditionell-kulturellen Sinn geprägt.        
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Sowohl als auch.

Christian Linnemann ist Steuerreferent für Ertragssteuer und Umsatzsteuer bei der WARSTEINER Brauerei Haus Cramer KG und engagiert sich zugleich mit großer Leidenschaft in verschiedenen Vereinen in der Region. Man könnte ihn auch als einen typischen Vertreter eines traditionsreichen Unternehmens bezeichnen - der es sich zur Aufgabe gemacht hat, sein Wissen und sein Engagement in die regionale Kultur zu investieren.

Das Vereinsleben hat er bereits in seiner Jugend kennen- und lieben gelernt und ist wahrscheinlich auch aus genau diesem Grund bei einem Unternehmen tätig, welches die traditionellen Werte und das engmaschige Vereinsleben in der Region fördert. Missen möchte er den Zusammenhalt, die gemeinsamen Erfahrungen und vor allem den Austausch mit anderen Vereinsmitgliedern nämlich auch heute nicht und sieht es als selbstverständlich an, sich für den Erhalt einer starken und lebendigen Vereinskultur einzusetzen.  

Und so ist das Vereinsleben für Menschen wie Christian Linnemann mehr als nur die Zugehörigkeit zu einer Gruppe Gleichgesinnter. Viel mehr entsteht in Vereinen über viele Jahre hinweg ein Netzwerk, welches sich gegenseitig unterstützt, hilft und fördert.

Denn auch das kann Tradition bedeuten: Vertrauen, das Sicherheit vermittelt. Gemeinschaftssinn, der motiviert. Antriebskraft, die beflügelt. Denn oftmals sind es nicht nur Rituale, Feste und Zusammenkünfte, die die Tradition eines Vereins ausmachen - sondern auch die Vereinsgemeinschaft selbst, die sich durch traditionelle Werte wie Zusammenhalt, Zuverlässigkeit und Vertrauen auszeichnet und sich gemeinsam weiterentwickeln und ihren Verein zukunftsorientiert gestalten kann.
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Laut einer Studie des Zentrums für Europäische Wirtschaftsordnung (ZEW) sind beeindruckende 93 % der deutschen Unternehmen eigentümergeführt und bezeichnen sich als sogenannte Familienunternehmen. Sie beschäftigen rund 57 % aller deutschen Arbeitnehmer und stellen somit eine wichtige Stütze für die soziale Marktwirtschaft in Deutschland dar. Besonders in ländlichen Regionen sind eben jene Traditions- und Familienunternehmen zudem einflussreiche Arbeitgeber, die sich neben einer starken Firmenphilosophie vor allem auch durch ein hohes regionales Verantwortungsgefühl auszeichnen. Schließlich sind sie seit Jahrzehnten, wenn nicht gar seit Jahrhunderten in der Region verwurzelt und profitieren ebenso von den Bewohnern der umliegenden Gemeinden und Städte wie ebenjene von ihren traditionsträchtigen Arbeitgebern.
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Ein Familienunternehmen wird als solches bezeichnet, wenn das Unternehmen mehrheitlich im Eigentum einer Familie ist. Dabei ist die Bezeichnung „Familienunternehmen“ unabhängig von der Rechtsform und auch der Betriebsgröße. Und doch können sich auch Familienunternehmen zu großen Konzernen entwickeln und erfolgreich dazu beitragen, eine Region oder eine Gemeinde durch eine überzeugende Firmenphilosophie und die stetige Schaffung von Arbeitsplätzen zu prägen.

Doch ganz gleich ob Konzern oder Mittelständler - familiengeführte Traditionsunternehmen zeichnen sich oftmals durch traditionelle Werte aus, die von Generation zu Generation weitergegeben werden und auf einem hohen regionalen Verantwortungsbewusstsein basieren. Kein Wunder also, dass laut ZEW die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg deutschlandweit den geringsten Anteil an Familienunternehmen aufweisen - unterscheiden sich die Infrastrukturen und Lebensmodelle in ländlichen und städtischen Regionen doch oftmals grundlegend voneinander.

Einer der Gründe: Eine Vielzahl an Angeboten und Möglichkeiten, die nicht nur das Arbeitsumfeld, sondern auch den Wohnraum betreffen, können dazu beitragen, im urbanen Raum Faktoren wie Anonymität und Schnelllebigkeit zu begünstigen. Die Bedeutung von Traditions- und Familienunternehmen, die in ländlichen Gegenden angesiedelt sind, geht laut ZEW hingegen oftmals über die wirtschaftliche Leistung dieser hinaus. Die Unternehmenskultur prägt zugleich auch die regionale Struktur und auch die Identifikationsbereitschaft der Arbeitnehmer mit ihren Arbeitgebern ist oftmals auffallend hoch.

Schafft Tradition also ein Plus an Identifikation?

Möglich. Viel wahrscheinlich ist es jedoch, dass Tradition vor allem Vertrauen schafft. Ein starker Wert, der nicht nur im Privat- sondern auch im Berufsleben über die Qualität und die Intensität von zwischenmenschlichen Beziehungen entscheidet und das Arbeitsklima entscheidend beeinflussen kann.
 
(Quelle: www.zew.de)
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Begonnen haben wir unsere Themen-Triologie nach unserem Magazin-Launch im April mit den Visionen, denen wir den Mai gewidmet haben. Wir haben mit Unternehmern und Gründern aus ganz verschiedenen Branchen und mit ganz unterschiedlichem Fokus über ihre Visionen gesprochen und wissen nun:

Visionen bewegen. Visionen verändern. Und Visionen bedeuten Fortschritt.  

Fortschrittlich wurde es schließlich auch im Juni, als wir uns mit den Trend- und Zukunftsforschern Klaus Gourgé und Eike Wenzel intensiv über Innovationen und die Trends sowie Tendenzen der Zukunft ausgetauscht haben. Wir wollten wissen, was es für jeden einzelnen von uns bedeutet, innovativ zu sein: Was sind Innovationen und wer braucht sie wofür? Und wie werden eigentlich Trends erforscht? Schließlich sind sowohl Innovationen als auch Trends die Basis für Visionen. Denn wenn keiner zuhört und wenn niemand nachfragt, wie realistisch und wie notwendig sind dann unsere Visionen?  

Abgeschlossen haben wir unsere Sommer-Triologie schließlich mit unserem großen Juli-Thema: Der Tradition. Um herauszufinden, wie zukunftsfähig Traditionen sind, haben wir Unternehmer und Unternehmerinnen portraitiert, für die Traditionen gegenwärtig und zugleich wichtige Motoren für unsere Zukunft sind. Schließlich müssen wir das Rad nicht immer neu erfinden, meinen auch unsere Trend- und Zukunftsforscher. Wir müssen schlichtweg lernen, Tradition zu modernisieren und Werte und Errungenschaften, die sich über Jahrhunderte bewährt haben, in unsere Zeit, in unsere Gegenwart zu adaptieren.  

Und so schließt sich an dieser Stelle ein wichtiger Kreislauf. Wir finden:

Wenn aus Visionen Innovationen werden sollen, braucht es oftmals auch ein wenig Tradition.

Was sich leicht daher sagen lässt, stellt uns in der Praxis in vielen Bereichen noch immer vor Herausforderungen. Dass es bereits nachhaltige Lösungsansätze gibt, um historisches Wissen und innovative Ideen zu verbinden, zeigen die Projekte und Ansätze unserer Interviewpartner und Gastautoren. Dabei können wir nicht nur von ihnen lernen - sondern vor allem auch mit ihnen. Schließlich leben wir in einer Zeit des Wandels und des Fortschritts und sind ständig in Bewegung. Nur gemeinsam können wir dazu beitragen, unsere Zukunft erfolgreich zu gestalten und auch für kommende Generationen einen lohnenswerten Mehrwert, bestehend aus einem spannenden Mix aus kreativen Visionen, nachhaltigen Innovationen und zuverlässigen Traditionen, zu schaffen.
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Kulturtipp

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Wenn Tradition einmal mehr an Unterhaltungswert gewinnt, dann ist es wieder soweit, dann findet in Ludwigshafen am Rhein das 15. Festival des deutschen Films statt.

„Filmfestivals sind heute wichtige kultische Feiertage der Kunst des Kinos“, heißt es auf der Website des Veranstalters.  

Ein wichtiges Signal, schließlich leben wir in Zeiten von Streaming-Diensten, die online überall und jederzeit abrufbar sind. Dabei hat es doch zum einen jede Menge Tradition und zum anderen unheimlich viel Charme, sich mit einer Tüte Popcorn in einen dunklen Kinosaal zu setzen und sich gemütlich und in Ruhe einen Film anzuschauen - ganz ohne Handy, Laptop und Co. Oder?  

Übrigens, wussten Sie, dass das Filmfestival in Ludwigshafen mit über 100.000 Besuchern das nach der Berlinale zuschauerstärkste Filmfestival Deutschlands ist? Vorbeischauen lohnt sich also!  

Auf einen Blick: Das 15. Festival des deutschen Films findet vom 21. August bis zum 08. September 2019 in Ludwigshafen am Rhein statt. Der Ticketvorverkauf startet am 26. Juli 2019 um 10:00 Uhr.

Alle Informationen rund um das Festival, das Film-Programm und weitere Events finden Sie hier: www.festival-des-deutschen-films.de
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Ausblick

Was erwartet Sie in der nächsten Ausgabe des #mehrWERTs?

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Liebe Leser und Leserinnen, 

nach vier spannenden und ertragreichen Monaten mit interessanten Begegnungen, aufschlussreichen Interviews und beeindruckenden Gastbeiträgen geht der #mehrWERT im August in die wohlverdiente Sommerpause.  

Was erwartet Sie im September?  

In der September-Ausgabe des #mehrWERTs widmen wir uns einem echten Trendthema: NEW WORK.  

New Work wird als einer der fünfzehn Megatrends bezeichnet, die unsere Lebensmodelle und unser gesellschaftliches Miteinander bereits heute, noch viel mehr aber morgen und übermorgen prägen werden.  

Was ist New Work?  Wie vereinbaren Sie Ihr Privat- mit Ihrem Berufsleben? Immer häufiger übernehmen Maschinen die Arbeit von Menschen und stellen uns damit vor eine der größten Herausforderungen unseres Daseins: Der Sinnfrage unseres Handelns. Leben wir, um zu arbeiten oder arbeiten wir, um zu leben? Um den Wandel erfolgreich zu meistern, gilt es demnach, neue Form der Erwerbstätigkeit zu entwickeln und die neuen Anforderungen der Arbeitswelt in unser bestehendes Lebensmodell zu integrieren. Das ist New Work.  

Wir wollen wissen: Was ist notwendig, um neue Formen des Arbeitens zu entwickeln, welche innovativen Ansätze gibt es bereits und wie gelingt es uns, den damit einhergehenden epochalen Umbruch langfristig zu meistern?  

Erfahren Sie gemeinsam mit uns, welche Chancen und Herausforderungen das neue Zeitalter der Kreativökonomie mit sich bringt!  

Bis zum nächsten Mal,  

Ihre mehrWERT-Redaktion
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Liebe Leser,

teilen auch Sie Ihren persönlichen #mehrWERT mit uns! Arbeiten Sie an einem spannenden Projekt? Zeichnet sich Ihr Unternehmen durch ein besonders ausgeprägtes Werteprogramm aus? Oder können Sie uns interessante Interviewpartner empfehlen? Ob in Ihrem privaten oder beruflichen Umfeld - teilen Sie spannende Insights, informative Inhalte und Ihre individuellen Erfahrungen rund um das Thema Werte mit uns, nehmen Sie Kontakt zu uns auf oder empfehlen Sie uns weiter.

Wir freuen uns auf Sie!
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Impressum

23.04.2019
Verantwortlich für die Seiteninhalte des #mehrWERT Magazins ist die WerteWissenWandel, Gesellschaft für Zukunftsgestaltung gGmbH www.wertewissenwandel.com
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USt-IdNr.: DE 297041118
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Chefredaktion: Carolin Walther-Wilkening

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