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Wertewissenwandel/mehrwert-wissen

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Fokus Wissen -

SCHON GEWUSST?
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Liebe Leserinnen und Leser,

die digitale Transformation, zunehmende Komplexität, Globalisierung, Klimawandel, demografischer Wandel und vieles mehr stellen Unternehmen und Gesellschaft vor besondere Herausforderungen.

Inwieweit muss und können sich Bildung, Lernen und Wissenstransfer diesen Entwicklungen anpassen? Kann Bildung hierbei ein Schlüssel sein, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu wahren und eine Kultur der Kooperation und Solidarität zu festigen? Welche Kompetenzen braucht es in einer sich rasant verändernden Welt?

Agiles Arbeiten, Kollaborationstechniken, digitale Interaktion, Adaptionsfähigkeit, unternehmerisches Denken, Kreativität, Durchhaltevermögen, das sind wohl die zentralen Qualifikationen der Zukunft. Oder spielen Aspekte wie Führung und Wissenskultur eine mindestens genauso bedeutende Rolle?

Und kann die digitale Welt hierbei wirkliche eine Erleichterung bringen?

Es scheint, Wissensmanagement ist komplex und vielschichtig und erfordert einen ganzheitlichen Ansatz.

Da uns als Akademie Wissen ganz besonders interessiert, haben wir diesem Thema eine eigene Ausgabe des #mehrWERTs gewidmet und mit unterschiedlichen Personen darüber gesprochen, was Wissen vermitteln, Wissen erwerben und Wissen nutzen heute bedeutet.

Viel Spaß beim Lesen, schauen und hören,

Ihre Anja Lothschütz
Geschäftsführerin
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,  

Wissen ist kostbar. Es öffnet Türen, überwindet soziale und kulturelle Mauern und verbindet Vergangenheit und Zukunft miteinander. Wissen und Bildung können Macht und Überlegenheit nähren, zugleich sind sie jedoch vor allem wichtige Multiplikatoren, mit denen ein jeder Mensch sich in unserer Welt einen Platz erkämpfen, eine Stimme sichern und seine Meinung kundtun kann. „Education is key“ - wie es so schön heißt.

Und doch werde ich das Gefühl nicht los, dass Wissen heute weniger wertvoll ist. Woran das liegt? Stellen Sie sich vor, Sie unterhalten sich mit Freunden oder Kollegen. Das Thema ist spannend, sie haben unterschiedliche Meinungen und diskutieren diese mit ihren Gesprächspartnern aus. Sie argumentieren - und keiner Ihrer Freunde oder Kollegen stimmt Ihnen zu. Viel mehr wird Ihr Argument in Frage gestellt. „Das glaube ich nicht, das stimmt so nicht“, heißt es dann. „Dann google doch, du wirst schon sehen, dass ich recht habe“, lautet Ihre Antwort. Oder etwa nicht? Immer häufiger ertappe ich mich dabei, Informationen und Fakten mal eben im Internet zu „ergoogeln“. Schließlich kann ich so meine Fragen mit wenigen Klicks schnell und einfach beantworten und habe noch dazu möglichst wenig Aufwand betrieben. Mein Handy liegt ja sowieso immer griffbereit in meiner Nähe.  

Für mich ergeben sich, bei genauerem Betrachten, jedoch zwei Probleme. Problem Nummer 1: Wie vertrauenswürdig und korrekt ist die Quelle, die ich mal eben schnell im Internet gefunden habe?
Problem Nummer 2: Wie lange behalte ich mein, dank Internet, neuerworbenes Wissen? Wie nachhaltig ist demnach mein ganz persönlicher Wissenserwerb?  

Wissen wird also immer digitaler. Das ist per se erst einmal nichts Negatives. Es erfordert jedoch ein Umdenken auf verschiedenen Ebenen: Wie vermitteln, erwerben und nutzen wir Wissen, wenn es digital für jedermann jederzeit zugänglich ist? Für unsere aktuelle #mehrWERT-Ausgabe haben wir mit Menschen gesprochen, die auf jeder dieser Ebenen Experten sind und uns erklärt haben, wie sie Wissenstransfer und Wissenserwerb im Rahmen ihrer jeweiligen Positionen definieren und anwenden.  
Schließlich befindet sich unsere Gesellschaft mitten im Wandeln von einer Industrie- hin zur einer Wissensgesellschaft. Schon gewusst?  

Lesen lohnt sich, versprochen!  

Ihre Carolin Walther-Wilkening  
Chefredakteurin
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#NewWork

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Kann Wissen tatsächlich ein Trend sein? Schließlich „weiß“ die Menschheit doch schon seit vielen Jahrhunderten und verlässt sich tagtäglich auf jeder Ebene ihres Zusammenlebens auf ihr Wissen.  

Im Rahmen der Beobachtung des Megatrends Wissenskultur geht es jedoch viel mehr darum, zu beurteilen und zu erforschen, wie sich die Herangehensweise, wie wir unser Wissen erwerben, in direkter Abhängigkeit von dem Megatrend Konnektivität verändert. Wie gehen wir im Zeitalter von Digitalisierung und Globalisierung mit der Informationsflut um, die sich uns jeden Tag darbietet?  

Durch neue Strukturen und Prozesse können wir heute schnell und oftmals mit nur einem Klick auf weitaus größere Mengen an Wissen zugreifen, als es den Generationen vor uns möglich war. Wissen wird mehr und mehr zu einem Gemeingut. Das bestätigt auch der globale Bildungsstand, der derzeit so hoch ist wie noch nie. Folglich brauchen wir neue Prozesse und Strukturen, um beizubehalten, was sich seit Jahrhunderten bewährt hat: Wissen ist Macht. Denn nur, wer bereit ist, sich Wissen anzueignen und es zielbringend zu nutzen, kann sich weiterentwickeln.  

Doch wie muss Wissen heute aufbereitet und vermittelt werden, um nicht nur Gemeingut, sondern auch Exklusivressource zu bleiben? Welche Methoden sind notwendig, damit der Wissenserwerb, die Wissensvermittlung und die Nutzung von Wissen ein ganz selbstverständlicher Teil des Wandels unserer Zeit werden?    

Wir haben nachgefragt.
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Wissen im Wandel: Hat unser Wissen heute eine kürzere Halbwertszeit?  

Immer häufiger begegnen uns in unserem beruflichen Kontext sogenannte „Quereinsteiger“. Haben sie vorher in gänzlich anderen Branchen gearbeitet oder ihre Ausbildung mit einem anderen Schwerpunkt abgeschlossen, so wagen sie nach einigen Jahren Berufserfahrung mit einem Mal den Jobwechsel. Ein solcher Quereinstieg stellt sowohl die Quereinsteiger selbst als auch ihre Kollegen vor Herausforderungen. Doch woran liegt es, dass unsere heutige Gesellschaft, im Gegensatz zu früheren Generationen, Job- und Branchenwechsel meistern muss, um im Berufsleben bestehen zu können? Reicht unser Wissen, welches wir uns während unserer Ausbildungen einmal angeeignet haben, mittlerweile einfach nicht mehr aus?  

Lebenslanges Lernen: Wissenserwerb als Lebensaufgabe 

„Man lernt nie aus“ - sicher kennen auch Sie diese etwas abgedroschene Redewendung. Und doch kann das lebenslange Lernen schon lange nicht mehr nur als gutgemeinter Ratschlag abgetan werden. Vielmehr steckt ein ganzes Konzept dahinter, welches sich nicht nur auf das Berufs-, sondern auch auf unser Privatleben auswirkt.  

Das Konzept vom „lebenslangen Lernen“ wird den Erziehungswissenschaften zugeordnet. Der Grundgedanke des Konzepts ist es, Menschen dabei zu unterstützen, sich stetig neues Wissen anzueignen und gerne Neues zu lernen. Lern- und Entwicklungsprozesse sollen somit nicht nur in unseren Kindheits- und Jugendjahren stattfinden, sondern uns unser ganzes Leben über helfen, uns weiterzuentwickeln.  

Dass es nicht nur hilfreich, sondern geradezu notwendig ist, sich stetig weiterzuentwickeln und sich neues Wissen anzueignen, zeigen die Entwicklungen rund um zwei der wohl bekanntesten Megatrends: Digitalisierung und Globalisierung. In diesem Kontext sind es zudem nicht nur Quereinsteiger, die vor die Herausforderung gestellt werden, sich neues Wissen anzueignen. Vielmehr betrifft es uns alle. Denn durch technische Innovationen, künstliche Intelligenz und globale Entwicklungen kann unser Wissen morgen, wenn wir im Büro auf einmal ein neues Tool bedienen oder mit hochmoderner Technologie arbeiten sollen, schon nicht mehr ausreichen.  

Die Halbwertszeit von Wissen sinkt also. Doch was sich dramatisch anhört, kann mit dem Konzept des lebenslangen Lernens durchaus aufgefangen werden. Das haben auch viele Unternehmen bereits erkannt und setzen vermehrt auf Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen, die über das klassische Seminarprogramm mit einseitigen Frontal-Vorträgen hinausgehen. Schließlich hat Wissen keine Altersbegrenzung. Viel mehr ist es der Wissenstransfer zwischen Jung und Alt, ebenso wie zwischen Alt und Jung, der die Basis für einen fundierten Wissenserwerb bildet. Was es dafür braucht? Viel Akzeptanz und noch mehr Wissensdurst. Forscher und Soziologen sind sich nämlich einig: Wir müssen lernen, voneinander zu lernen. Und so umfasst das LLL-Konzept (Lebenslanges Lernen-Konzept, ein Begriff, der besonders im deutschsprachigen Raum verwendet wird) auch die Etablierung von Soft Skills. Diese beinhalten eine offene Feedback-Kultur, flache Hierarchien und die verstärkte Zusammenarbeit von jungen Nachwuchstalenten und „alten Hasen“. Denn statt nur voneinander zu lernen, ist es manchmal eben noch zielführender, miteinander zu lernen.  

Etwas Neues zu lernen, kann aufwändig und anstrengend sein. Oder aber aufregend und herausfordernd. Es erfordert das Verlassen der eigenen Komfortzone und ist doch so oft mehr Chance als Risiko. Unsere Empfehlung: Probieren Sie es doch einfach einmal aus - Lernen Sie dazu. Ob Ihr neues Wissen Sie überfordert oder eher fördert, können Sie vorher schließlich nicht wissen.
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Wissen wird mehr und mehr zu einem Gemeingut. Es ist schnell und unkompliziert zugänglich und wird auf ganz unterschiedliche und doch so vielseitige Art und Weise für uns aufbereitet wie kaum eine weitere Ressource. Dabei spielt der digitale Zugang zu Wissen eine entscheidende Rolle.

Doch welche Quellen sind die richtigen und wie muss Wissen heute aufbereitet und vermittelt werden, damit junge sowie ältere Menschen es nachhaltig nutzen können?
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Als selbstständiger Unternehmer weiß Sven Holland, wie wichtig es ist, sich stetig neues Wissen anzueignen, um sich somit zum einen weiterentwickeln, zum anderen aber auch mithalten zu können. Mithalten mit aktuellen Entwicklungen, Zukunftstendenzen und neuen Trends.

Aus diesem Grund hat er es sich mit seinem Unternehmen, den Weinheimer Jugendmedien, zur Aufgabe gemacht, medienaffine Kinder und Jugendliche sowie ihre Eltern und Lehrer dabei zu unterstützen, sich in der digitalen Welt zurecht zu finden. Den Fokus legen Sven Holland und sein Team, bestehend aus Medienpädagogen und Marketingexperten, dabei auf die allgemeine Medienbildung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Mit der eigens entwickelten Jugendmarke „YOUmatter“, dem Elternportal „Medienlotse“ und Weiterbildungsangeboten wie Workshops, Seminaren und Elternabenden möchte der Weinheimer Unternehmer die Medienkompetenz der heranwachsenden Generation fördern und den Wissenstransfer zwischen Jung und Alt aufrechterhalten. 

Herr Holland, wie muss Wissen heute aufbereitet und vermittelt werden, damit junge Menschen es nutzen können - und die ältere Generation davon profitieren kann?
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Durch den Zugang zu digitalen Plattformen und Online-Datenbanken sehen wir uns heute tagtäglich mit einer großen Flut an Informationen konfrontiert. Besonders für Schüler, Auszubildende und Studierende ergeben sich somit vielfältige Möglichkeiten, sich Wissen anzueignen.

Wir wollen wissen: Ist der digitale Zugang zu Wissen Herausforderung oder viel mehr Chance?  
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Alexander Pinz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, Public und Nonprofit Management von Prof. Dr. Bernd Helmig an der Universität Mannheim. Im Mittelpunkt seiner Forschungstätigkeit steht die Frage, wie Nonprofit-Organisationen, Sozialunternehmen und inter-sektorale Kooperationen ökonomische und soziale Ziele in ihren Arbeitsalltag integrieren, um langfristig Wert für die Gesellschaft als Ganzes zu schaffen.  

Die in der Forschung erarbeiteten Erkenntnisse bringt er auch in seine Lehrveranstaltungen ein. In seiner Rolle als Dozent möchte er dazu beitragen, Studierende auf eine spätere Tätigkeit in der Wissenschaft und / oder Praxis vorzubereiten. Durch Veranstaltungsformate, die die kritische Analyse und den Transfer von wissenschaftlichen Ergebnissen auf die Praxis zum Ziel haben, sollen Erkenntnisse und Kompetenzen vermittelt werden, die Studierende dazu befähigen, die gesamtgesellschaftliche Bedeutung ihrer Arbeit kritisch zu reflektieren.  

Herr Pinz, wie verändert sich in einer Zeit, in der wir jeden Tag flexibel und spontan sein müssen, die Art und Weise, Wissen zu erwerben?
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Herr Pinz, in Ihrer Position als Vermittler von Wissen - was meinen Sie, wie erwirbt man heute Wissen?  

Alexander Pinz: Der Trend geht dahin, dass man heute sehr viel schneller sein muss, sich Wissen anzueignen. Wenn wir i­­­n der Forschung wissenschaftliche Artikel lesen, ist es selten, dass wir Studien von der ersten bis zur letzten Seite lesen. Und auch für die Studierenden bieten wir mittlerweile Kurse für wissenschaftliches Lesen an. Das bedeutet, dass wir und auch die Studierenden, wenn wir einen schnellen Einblick in ein Thema haben wollen, die Kurzzusammenfassung lesen sowie die Einleitung und den Schluss. Dann wissen wir ungefähr, was in dem Papier steht und können den Inhalt einschätzen. Wenn das Thema relevant ist für die eigene Arbeit, geht man einen Schritt weiter. Auch Studierende, die Präsentationen vorbereiten, lesen den Text dann natürlich von vorne bis hinten. Der schnelle Zugang zu Wissen, das ist mittlerweile eine Kompetenz, die man besonders an einer Universität erwerben sollte, weil einfach sehr viel Wissen da ist. Früher war es anders, als man in Bibliotheken gegangen ist und sich ein Buch herausgeholt hat. Man muss sich nun viel mehr zurechtfinden, um nicht übermannt zu werden. Das ist definitiv ein Trend, der sich zeigt. Der Nachteil ist, wenn man eben alles kürzer und schneller macht und auch in den digitalen Medien vermehrt mit Überschriften gearbeitet wird, die Aufmerksamkeit erzeugen, dass man nicht mehr wirklich den Kontext im Detail analysieren kann. Es kann passieren, dass man dann Informationen ohne Zusammenhang nicht mehr richtig reflektiert. Das ist meiner Meinung nach ein großer Nachteil des digitalen Zeitalters und mit diesem ein Nachteil für die schnelle Gesellschaft, in der wir leben. Man muss lernen, sich die nötigen Kompetenzen anzueignen.

Demnach verlagert sich ja auch ein Schwerpunkt - es geht mehr darum, zu erkennen, was eine qualitativ hochwertige Information ist und wie man Informationen filtern kann. Heute wird durch Suchmaschinen im Internet ja quasi alles auf dem Silbertablett serviert. Es geht also eher darum, die Komplexität zu beherrschen als Wissen in all seiner Tiefe zu erwerben?  

Alexander Pinz: Ja, die Komplexität zu beherrschen in dieser Vielfalt von Medien ist enorm wichtig. Man muss kritisch mit den Inhalten umgehen, die man liest. Informationen sind einfach überall und jeder hat etwas zu sagen. Auf der anderen Seite würde ich nicht sagen, wir bekommen alles auf dem Silbertablett serviert. Viel mehr müssen wir uns bewusst machen, was auf dem Silbertablett tatsächlich liegt und was der Inhalt dahinter ist. Und deshalb bin ich der Meinung, dass Wissenserwerb nicht nur beinhaltet, dass ich die Komplexität beherrsche und weiß, wo ich Informationen finden kann. Ich bin auch kein Fan vom Auswendiglernen, gerade an Universitäten. Viel mehr sollte man auch weiterhin einen gewissen Grundstock an Wissen erwerben und sich nicht immer auf sein Smartphone verlassen. Wir müssen einfach wieder mehr die Kompetenz fördern, Dinge kritisch zu bewerten. Wenn ich von etwas Ahnung habe und ich lese eine Schlagzeile, dann habe ich bestenfalls schon Wissen in meinem Portfolio, an welches ich dann andocken kann. Und dann kann ich Themen viel schneller bewerten. Deshalb bin ich auch nicht unkritisch gegenüber der Art und Weise, wie in unserer Gesellschaft digitale Medien genutzt werden. Die Möglichkeiten, im Internet immer alles nachschauen zu können, haben nämlich auch soziale Auswirkungen. Wie oft diskutiert man in der Freizeit über Dinge und zieht schnell sein Handy zu Rate, um dann nachzuschauen, was stimmt und was nicht. Wenn man dann etwas googelt und sieht, 5% sind meiner Meinung, dann sagt man doch automatisch: „Ich habe Recht“. Aber das ist ja nicht die einzige Meinung, die in diesem Kontext zählt. Ich denke also, neben der Komplexität, wie man sich Wissen am besten aneignet, braucht es zunächst einmal einen bestimmten Grundstock an Wissen, damit man diese Komplexität wiederum überhaupt beherrschen kann.  

Sich reines Wissen anzueignen hat also eventuell nicht mehr den höchsten Stellenwert - eher geht es darum, die Informationsflut und die Komplexität von Wissen zu beherrschen? Dann stellt sich uns die Frage: Hat Wissen noch dieselbe Halbwertszeit wie früher? Werden Studenten zukünftig die Erfahrung machen, dass ihr Wissen, kurz nachdem sie ihren Abschluss erlangt haben, vielleicht schon wieder überholt ist?  

Alexander Pinz: Das beantworte ich mit einem „Jein“. Klar, die Wissenschaft und die Praxis arbeiten fleißig und entwickeln sich ständig weiter. Dennoch glaube ich, dass es sehr viel Wissen gibt, welches immer noch sehr wichtig ist für eine kritische Reflexion und auch, um sich über grundsätzliche Dinge unterhalten zu können. Unsere Gesellschaft ist viel pluraler als wir manchmal denken. Wissen, was früher entwickelt wurde, ist auch heute noch gültig oder kann heute noch extrem wertvoll sein, um Dinge zu erklären. Dazu zählt beispielsweise das Spannungsfeld zwischen sozialen und ökonomischen Sachverhalten, etwa in Entwicklungsorganisationen. Ich denke, wenn man eben dieses Wissen nicht nutzt und nicht mehr nachschaut, wo etwas steht, dann verpasst man einen wichtigen Teil. Um das neue Wissen in einen Kontext zu setzen, braucht man das alte Wissen. Ist es extrem neu oder nur ein wenig neu, habe ich es eventuell schon einmal in einem anderen Kontext genutzt? Wie ist es entstanden? Wir brauchen also diesen Grundstock an altem Wissen, um neues Wissen zu verstehen und vielleicht auch, um zu bewerten, was gut ist oder was man kritisch sehen kann.  

Wir wagen einen Blick in die Zukunft: Wird sich Ihrer Meinung nach der Wissenserwerb noch einmal grundlegend ändern oder wird sich der momentane Trend fortsetzen? Sowohl die Digitalisierung als auch die Globalisierung sind brandaktuelle Themen. Zudem lernen und wissen wir tagtäglich immer mehr - glauben Sie, dass sich auch Universitäten als Bildungseinrichtungen grundlegend verändern werden?  

Alexander Pinz: Ja, ich glaube Universitäten werden sich grundlegend verändern, gerade auch, was die Möglichkeiten der Digitalisierung angeht. Das ist ein langwieriger Prozess, gerade auch für so große Organisationen. Aber was Universitäten jetzt schon nutzen, sind digitale Lernformate. Wir haben einen Management-Kurs, in dem jährlich 800 bis 1000 Studierende sitzen und den haben wir in diesem Jahr das erste Mal als Online-Vorlesung angeboten. Da geht es dann um grundlegendes Wissen zum Thema Management, das können die Studierenden sich auch zuhause anschauen, wann und wo sie wollen. Aber gleichzeitig gibt es dann auch wieder Übungen, in denen dieser Wissenstransfer angewendet wird auf konkrete Beispiele. Ich arbeite außerdem nebenberuflich noch an der SRH Fernhochschule - The Mobile University, die nur noch Online-Formate anbietet. Meine Rolle als Dozent ist es dann, eine Online-Vorlesung aufzunehmen, auf die die Studierenden jederzeit Zugriff haben. Wenn sie Fragen haben, können sie mich kontaktieren. Ebenso verhält es sich mit den Prüfungsaufgaben, diese werden online abgegeben und korrigiert. Ganz zeit- und ortsunabhängig. Es gibt also auch heute schon Entwicklungen, die die Digitalisierung ermöglicht. Ebenso verhält es sich mit Gastvorlesungen im Rahmen von Seminaren, die wir auch mal über Skype abhalten. Die Universitäten können sich so Reisekosten sparen. Zusätzlich werden zum Beispiel auch Preise ausgeschrieben für digitale Lernformate, für die man sich bewerben kann. Dann gibt es Videoseminare zu Themen rund um neue Medien. Ich denke, solche Formate werden sich immer weiterentwickeln. Nicht selten stellen Studierende auch die berechtigte Frage, wieso sie in eine Vorlesung gehen müssen, wenn die Inhalte digital doch die gleichen sind. Wenn man diese Digitalisierungsmaßnahmen sinnvoll nutzt, schaufelt man sich dann auch wieder Ressourcen frei, die man in kleinere Formate investieren kann. Das kann auch wieder sehr zielführend sein, zum Beispiel auch für die Forschung. Durch den direkten Austausch und den Dialog mit Studierenden in kleineren Seminaren können sich auch wieder neue Forschungsmöglichkeiten ergeben. Das ist eine massive Chance, mit der man der Entwicklung entgegenwirkt, dass die soziale Komponente eines Studiums abnimmt. In diese Richtung, vermute ich, wird es zukünftig gehen.  

Und wie gehen Sie persönlich vor - wie erwerben Sie sich Ihr Wissen?  

Alexander Pinz: Ich bin, ehrlich gesagt, nur noch digital unterwegs. Eigentlich kaufe ich nur noch Kindle-Versionen oder E-Books von Methodenbüchern, damit ich diese auch immer dabei haben kann. Ich arbeite hauptsächlich mit dem Tablet und nutze Online-Datenbanken. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal tatsächlich in einer Bibliothek war. Ich finde es sehr praktisch, alles digital zu machen, auch wenn ich zugeben muss, dass ich noch immer lieber und auch konzentrierter auf Papier lese.  

Ihre Themen sind Inter-sektorale Partnerschaften und Kooperationen. Welchen Mehrwert bieten Kooperationen und Austausch für den Wissenserwerb sowie den Transfer und die Erhaltung von Wissen?  

Alexander Pinz: Ich finde es unglaublich zielführend, Kooperationen einzugehen. Auf organisationaler Ebene können verschiedene Organisationen viel voneinander lernen. Mein Thema ist stark inter-sektoral geprägt. Ich beobachte, was geschieht, wenn Organisationen aus dem öffentlichen Sektor oder dem Nonprofit-Sektor miteinander arbeiten. Meist nutzen sie dann Instrumente, die sehr bereichernd sein können. Es gibt immer unterschiedliche Kulturen in den Organisationen. Die verschiedenen Teams blicken mit unterschiedlichen Perspektiven auf die gleichen Phänomene. Und wenn man dann offen ist und sich in den Mitarbeiter der Nonprofit-Organisation hineinversetzt, dann kann man sehr viel voneinander lernen. Und das ist sehr wichtig für den Wissenserwerb, weil sonst alles in den einzelnen Organisationen bleibt. Aber auch in der Forschung ist der internationale Dialog sehr bereichernd, genauso wie in den Seminaren mit den Studierenden. Ich sehe die Studierenden nicht als meine Schüler, denen ich meine Welt erkläre, sondern ich versuche, auf Augenhöhe mit ihnen über Themen zu reden und ich versuche, ihre Gedanken weiterzudenken. Ich glaube, so kann viel mehr entstehen, als wenn jeder alleine in seinem kleinen Kämmerchen verweilt. Für den Wissenserwerb und die entsprechenden Kompetenzen, die wir dafür benötigen, ist es demnach unerlässlich, mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten.

Ihr Fazit ist also, dass sich die direkte menschliche Begegnung trotz aller Digitalisierungsmaßnahmen nie erübrigen wird?  

Alexander Pinz: Definitiv. Die spannende Frage wird sein, wie sich das für die kommenden Generationen weiterentwickelt. Um den Austausch von Wissen kommt man nicht herum - digitale Geräte können dafür aber sehr hilfreich sein, besonders, um miteinander zu kommunizieren und einen Austausch zu fördern. Und deshalb schließen sich an dieser Stelle das Digitale und das Soziale absolut nicht aus.  
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Das Konzept des lebenslangen Lernens soll es uns ermöglichen, mit dem Wandel der Zeit zu gehen, uns stetig weiterzuentwickeln und flexibel und professionell auf Veränderungen und Innovationen reagieren zu können.

In vielen Unternehmen findet im Hinblick auf die Qualifikation der eigenen Mitarbeiter aus diesem Grund derzeit ein Umdenken statt. Viele Führungskräfte fragen sich, wie sie ihre Mitarbeiter nicht nur zielführend schulen, sondern zugleich auch fördern können. Denn was nutzt Fachkräften ihr neuerworbenes Wissen, wenn verstaubte oder problemanfällige Unternehmensstrukturen die Anwendung dieses Wissens nicht zulassen?

Die Lösung: Eine Symbiose aus effizientem Wissenserwerb und der Optimierung bestehender Unternehmensstrukturen, findet Anja Lothschütz.
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Anja Lothschütz ist nicht nur Initiatorin des mehrWERT-Magazins, sondern vor allem auch Gründerin der WerteWissenWandel - Akademie der Zukunftsgestaltung.  

Ihre Vision: Eine Zukunft mitgestalten, in der der Faktor Mensch im Mittelpunkt steht. Gemeinsam mit einem Netzwerk aus Coaches und Trainern bietet sie ihren Kunden ein Service-Paket, aus welchem sich jedes Unternehmen genau die Leistung auswählen kann, die es für die Weiterentwicklung seiner Mitarbeiter und die Optimierung interner Prozesse und Strukturen benötigt.  

Denn für Anja Lothschütz und ihr Team sind Fort- und Weiterbildung keine festgelegten Programmpunkte, welche nacheinander abgearbeitet werden. Viel mehr sind es einzelne Prozesse, die individuell auf die Rahmenbedingungen, die ein Unternehmen mitbringt, sowie auf die Bedürfnisse der Mitarbeiter und Fachkräfte abgestimmt sein müssen. Mit ihrem flexiblen Weiterbildungsansatz möchte die WerteWissenWandel-Akademie Unternehmen und deren Mitarbeitern vor allem eines vermitteln:

Wissen nutzen bedeutet immer auch, zu verstehen, was man wissen sollte. Denn erst dann, wenn Führungs- und Fachkräfte erkennen, wo sie selbst stehen und wo sie einmal ankommen möchten, können Trainings und Qualifizierungsmaßnahmen zu einer zielführenden Weiterentwicklung beitragen. 

Frau Lothschütz, wie sieht für Sie die Weiterbildung der Zukunft aus?
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Unsere Arbeitswelt steht vor gewaltigen Umbrüchen: Globalisierung, demographischer Wandel, Vereinbarkeit von Beruf und Familie und vor allem der rapide voranschreitende technologische Wandel stellen Unternehmen und deren Beschäftigte vor ständig neue Herausforderungen. In den kommenden Jahren werden wir als Gesellschaft sowie auch als Individuen mit enormen Umbrüchen in unserer Lebens- und Arbeitswelt konfrontiert werden. Wandel ist zum bestimmenden Merkmal unserer Zeit geworden.

Angesichts dieser voranschreitenden gesellschaftlichen Transformation wird der kompetente Umgang mit digitalen Technologien zu einer Grundvoraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg, als auch für gesellschaftliche Teilhabe. Doch neben bestimmten fachlichen Kompetenzen in neuen Technologiefeldern, verlangt die „neue“ Arbeit zunehmend auch Fähigkeiten wie kritisches Denken, Kreativität, unternehmerisches Handeln, Selbstverantwortung sowie kommunikative und interkulturelle Kompetenzen. Wer diese Fähigkeiten mitbringt, kann sich in neuen Situationen leichter zurechtfinden sowie Probleme in einer zunehmend unbeständigen und komplexen Welt besser analysieren und lösen.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, braucht es auch ein Umdenken in puncto Weiterbildung. Kontinuierliches Lernen und Weiterqualifizierung müssen zur Selbstverständlichkeit, zu einem Bestandteil unserer Arbeit werden. Die Herausforderung besteht darin, Personen so zu qualifizieren, dass sie ein möglichst umfangreiches Bündel aller der für ihren Arbeitskontext relevanten Skills besitzen. Reines Wissen wird dabei immer mehr an Bedeutung verlieren. Vielmehr geht es um eine ganzheitliche Befähigung zur Transformation. Dazu gehört neben der Vermittlung von agilen Arbeitsweisen und dem Echtzeit-Zugriff auf relevante Informationen vor allem auch der aktive Austausch zwischen den Mitarbeitern. Es gilt, das Wissen der eigenen Belegschaft intensiv zu nutzen und in die Weiterbildung einzubinden. Insbesondere für Unternehmen die in den nächsten Jahren vor einem Generationenwechsel stehen, kann der gezielte Wissenstransfer von den älteren auf die jüngeren Nachfolger ein Überlebenskriterium bedeuten.

Entgegen aller Befürchtungen, glaube ich, dass insbesondere die Kompetenzen wie Kreativität und zwischenmenschliche Interaktion, die nicht durch künstliche Intelligenz ersetzt werden können, an Bedeutung zunehmen werden. Demnach gilt es, den Fokus Mensch verstärkt in den Mittelpunkt unternehmerischen Denkens und Handelns zu rücken und eine Umgebung zu schaffen, in der Mitarbeiter ihre Potentiale erkennen und leistungsgerecht einsetzen können. Potentialentfaltung und damit einhergehend Engagement sowie die Bereitschaft zu lernen und sich weiterzuentwickeln, bedürfen einer Gemeinschaft, zu der man sich zugehörig fühlt und in der man sich als Teil des großen Ganzen versteht.

Demnach hängt der Erfolg von Weiterbildungsmaßnahmen in einer Organisation, und auch inwieweit diese zur Erreichung der Unternehmensziele effektiv beitragen können, ganz wesentlich von der jeweiligen Werte- und Unternehmenskultur ab. Weiterbildung sollte neben der reinen Wissensvermittlung  und Kompetenzerweiterung auch immer einen Beitrag zur Stärkung einer authentischen und werteorientierten Unternehmensidentität leisten. Dabei gilt es, Kongruenz zu schaffen zwischen dem Unternehmen, der Führungsebene und den Menschen, die geführt werden.

Um die Arbeit mit vernetzten Maschinen möglich zu machen, braucht es ein gelebtes Wissensmanagement und stabile Mensch-Mensch-Beziehungen.
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In den vergangenen #mehrWERT-Ausgaben haben wir einen Themenbereich immer wieder in den Fokus unserer Recherchen und Gespräche gestellt: Die Megatrends.  

Was sich wie ein ungewisses Zukunftsgebilde anhört, ist im Grunde genommen schon längst da. Denn Megatrends sind Veränderungen und Tendenzen, die uns bereits prägen und dies auch noch verstärkt in den kommenden Jahrzehnten tun werden.  

In der letzten #mehrWERT-Ausgabe haben wir uns außerdem gefragt, was der Megatrend New Work bedeutet. Aus welchen Aspekten setzt er sich zusammen und wie wirkt er sich auf unsere bestehenden gesellschafts-sozialen Strukturen aus? Denn schließlich heißt es immer öfter, unsere Gesellschaft befindet sich in einem Wandel: hin von einer Industrie- zu einer Wissensgesellschaft. Die Konsequenz: Unsere Gesellschaft braucht neue Prozesse, neue Strukturen und neue Arbeitsmodelle, um eben jenem Wandel erfolgreich standhalten zu können.  

Doch was bedeutet es, wenn aus unserer Industriegesellschaft langsam aber sicher eine Wissensgesellschaft wird?  

Zunächst einmal sind die wirtschaftlichen und sozialen Strukturen einer Industriegesellschaft in einem hohen Maße von der Industrialisierung und den damit einhergehenden Produktionsverhältnissen geprägt. Findet nun ein Wandel hin zu einer Wissensgesellschaft statt, gewinnen Güter und Dienstleistungen, die unmittelbar mit dem Wissenserwerb und der Nutzung von Wissen zusammenhängen, immer mehr an Bedeutung. Verwendet wurde die Bezeichnung „Wissensgesellschaft“ allerdings bereits in den 19060er Jahren, genauer von dem amerikanischen Soziologen Robert E. Lane, der den Begriff „knowledge society“ prägte.  

Forscher und Soziologen sind sich jedoch bis heute nicht einig, ob der Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft tatsächlich stattfindet. Grund dafür ist eine einfache Frage: Ist das Wissen nicht in jeder Gesellschaft elementarer Teil der jeweiligen Lebensform? Schließlich ist Wissen seit jeher und insbesondere vor einem historischen Hintergrund betrachtet ein gesellschaftlicher Maßstab und zugleich ein Motor für Erfindungen, Erkenntnisse und Innovationen auf allen Ebenen unseres menschlichen Zusammenlebens.  

Und doch wird Wissen zunehmend zu einem wichtigen Produktionsfaktor. Wissen bestimmt die Produktion. Schließlich erfordern neue Arbeitsmodelle immer auch einen neuen Zugang zu Wissen. Zudem sinkt die Zahl der Arbeitnehmer, die in einem Produktionsverhältnis stehen. Immer mehr Menschen arbeiten in Berufen, in denen sie dank hochmoderner Technologien auf digitale Tools zurückgreifen und sich mit Kollegen aus der ganzen Welt vernetzen können, um ihr Wissen miteinander zu teilen. Stichwort Konnektivität: Wissen muss man teilen, um es zu verbreiten. Dafür sind immer mehr Akteure notwendig, die gemeinsam Wissen erwerben und Innovationen entwickeln, die uns in unserer schnelllebigen Zeit das Leben erleichtern sollen. Digitale Tools zum Beispiel, mit denen wir, wo immer wir uns gerade befinden, auf Datenbanken, Lexika, Foren und Plattformen zugreifen können, um unser Wissen zu erweitern.  

Ist Ihnen nun auch beinahe schon etwas schwindelig von unserem kleinen Megatrend-Karussell?

Dabei ist es doch eigentlich so einfach:  
Jeder Megatrend hängt mit anderen Megatrends zusammen. Sie bedingen sich und sind engmaschig miteinander verknüpft. Kein Wunder also, dass auch unsere moderne Wissenskultur, vom Wissenserwerb über die Vermittlung bis hin zum Nutzen von Wissen, eine Fahrt auf dem Karussell des aktuellen Wandels wagt. Und kein Wunder, dass wir uns als Gesellschaft auf die Auswirkungen dieses Wandels einstellen und schlussendlich auch einlassen müssen. Als Industriegesellschaft mit Wissensdurst - oder eben als Wissensgesellschaft mit praktischer Erfahrung.    
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Kulturtipp

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Um die in uns angelegten Potentiale entfalten zu können, brauchen wir Gemeinschaften, deren Mitglieder einander einladen, ermutigen und inspirieren, über sich hinauszuwachsen.“  

So steht es auf der Website der Akademie für Potentialentfaltung. Deren Gründer ist Prof. Dr. Gerald Hüther, deutscher Neurologe und Autor - unter anderem von der im März 2018 erschienenen Publikation „Würde - was uns stark macht, als Einzelne und als Gesellschaft“.  

Und was hat eben jener Gerald Hüther nun mit Wissenstransfer und Konnektivität zu tun? Ganz einfach, die von ihm ins Leben gerufene Akademie für Potentialentfaltung verfolgt den Grundsatz, dass Entwicklung und Transformationsprozesse am besten in einer funktionierenden Gemeinschaft stattfinden können. Denn nur, wenn wir als Gemeinschaft stark und vereint auftreten, können wir als Individuen unsere Potentiale zielbringend entfalten.  

Wer mehr über die Akademie und ihre Projekte (Förderung der Beziehungskultur an Schulen, Pädagogik-Filme für Kinder, Potentialentfaltung im Unternehmenskontext u.v.m) erfahren möchte, ist hier genau richtig:

https://www.akademiefuerpotentialentfaltung.org

Vorbeischauen lohnt sich!    

Übrigens: Am 13. März 2020 findet die nächste Bildungskonferenz in Berlin statt. Neben Lerntechnologien, Schulentwicklung und Future Skills werden von mehr als 250 Teilnehmern aus Politik, Bildungswesen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Berufe der Zukunft und Lebenslanges Lernen diskutiert.

https://www.bildungs-konferenz.de
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Ausblick

Was erwartet Sie in der nächsten Ausgabe des #mehrWERTs?

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Liebe Leserinnen und Leser,

Megatrends wie New Work, Wissenstransfer, Konnektivität und Mobilität stehen stark im Zusammenhang mit den Entwicklungen in den Bereichen Globalisierung sowie Digitalisierung und bestimmen mehr und mehr die gesellschaftspolitische und sozial-kulturelle Ausrichtung unseres Lebens.  

Somit sind es immer häufiger Innovationen, Tendenzen und Trends, an denen wir uns orientieren und die viel zu oft das Maß aller Dinge sind.  

Wir wollen wissen:  Welchen Raum nehmen in diesem Kontext jedoch Zufriedenheit und vor allem Gesundheit ein?  

Was verändert sich und was muss sich zukünftig verändern, damit wir bei all den digitalen Innovationen und der alle Lebensbereiche umfassenden globalen Vernetzung gesund und stabil bleiben? Was bedeutet es, resilient zu sein und in welchem Zusammenhang stehen unsere Physis und unsere Psyche?  

Erfahren Sie in der nächsten #mehrWERT-Ausgabe gemeinsam mit uns mehr über den Megatrend Gesundheit und starten Sie mit einem der wichtigsten Neujahrsvorsätze in ein spannendes Jahr 2020: Gesund bleiben.  

Bis zum nächsten Mal,  
Ihre mehrWERT-Redaktion    
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Wir freuen uns auf Sie!
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Impressum

23.04.2019
Verantwortlich für die Seiteninhalte des #mehrWERT Magazins ist die WerteWissenWandel, Gesellschaft für Zukunftsgestaltung gGmbH www.wertewissenwandel.com
Hauptstrasse 128, 69469 Weinheim, Tel.: +49 6201 / 4947 484
E-Mail: info@wertewissenwandel.com Registereintrag: Amtsgericht Mannheim, Registernummer: HRB 720678
USt-IdNr.: DE 297041118
Geschäftsführerin: Anja Lothschütz 
Chefredaktion: Carolin Walther-Wilkening

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